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Sonntag 18. Dezember 2011 um 12:38 Uhr

Benedikt Wells liest in der Hauptschule


Benedikt Wells las am Mittwoch, 30.11.2011 ab 9.00 Uhr in der Mittelschule Füssen für die Schülerinnen und Schüler der M9, M10 a/b und der M10 aus Roßhaupten.

 

 Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Im Alter von sechs Jahren begann seine Reise durch drei bayerische Internate, die ihn auch nach Hohenschwangau (bei Füssen) führte. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vielbeachtetes Debüt ›Becks letzter Sommer‹ erschien 2008 und wurde mit dem bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. ›Spinner‹ (2009), seinen ersten Roman, schrieb er mit neunzehn.  

In der Mensa der Mittelschule las er einige Passagen aus seinem neuen Roman „Fast genial“ vor, mit dem er für 10 Wochen in der Spiegel – Bestsellerliste 2011 vertreten war. Und dass er, trotz seiner jungen Jahre, ein echter Hochkaräter ist, wurde den aufmerksamen Zuhörern schnell klar. Eindringlich und gut verständlich brachte Wells den Inhalt seines neuen Buches den Schülerinnen und Schülern näher:

Francis, knapp achtzehn, wohnt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem heruntergekommenen Trailerpark in New Jersey und sieht sein Leben schon dort enden. Bis zu dem Tag, an dem er die Wahrheit über seine Zeugung erfährt. Offenbar verdankt er seine Existenz einem absurden Experiment, an dem seine Mutter damals teilgenommen hat. Sein Vater ist zudem kein Versager, der die Familie im Stich ließ, sondern ein genialer Wissenschaftler aus Harvard. Eine Begegnung mit ihm könnte Francis’ Leben verändern. Zusammen mit seinem besten Freund Grover, einem verschrobenen Superhirn, und dem Mädchen seines Herzens, der labilen, unberechenbaren Anne-May, macht er sich auf eine Reise quer durchs Land zur Westküste, um seinen Vater zu finden. Francis will wissen, wer er ist, und zu verlieren hat er nichts – oder doch? Ein dramatischer Erkundungstrip mit immer neuen Wendungen und einem im wahrsten Sinn atemberaubenden Showdown.

Benedict Wells schaffte es aber nicht nur mit gut ausgesuchten Textpassagen seine Zuhörer zu fesseln. Eindringlich und mit für die Jugendlichen gut verständlicher Sprache erzählte er über den Schaffensprozess für seine Bücher oder über sein aufregendes Leben als junger Schriftsteller. Und wirklich jede Frage von Seiten der Schüler konnte er so lebendig und anschaulich beantworten, dass er nach ca. 1,5 Stunden mit großem Applaus verabschiedet wurde.